— Selbstbau-PC —

Auf dieser Seite wird die aktuelle Konfiguration des Jibo’s Hardware Selbstbau-PCs vorgestellt. Die Auswahl der Komponenten wird dabei genauer begründet, damit die einzelnen Entscheidungen besser verständlich sind. Die hier vorgeschlagene Zusammenstellung ist vor allem auf ein optimales Preisleistungsverhältnis ausgerichtet. Langlebigkeit, ein geringer Stromverbrauch und auch eine möglichst angenehme Lautstärke spielen aber ebenfalls eine Rolle.

Falls der finanzielle Rahmen mit dieser Konfiguration überschritten ist, kann man den Preis schnell und ohne zu große Leistungsverluste durch Komponenten der Downgrade-Variante verringern. Wem hingegen die Leistung des Selbstbau-PCs zu gering erscheint, der kann durch Hardware aus der Upgrade-Version die Konfiguration an sinnvollen Stellen ergänzen. Wer beim Zusammenstellen und Aufbauen eines PCs noch etwas Hilfe braucht, findet diese hier.

Leistung: Mit dem Selbstbau-PC können aktuelle Spiele (z.B. The Witcher 3, GTA V, Star Wars: Battlefront) bei einer Auflösung von 1920×1080 auf hohen Details gespielt werden. Nur wenn man Auflösungen von 2560×1440 und höher anvisiert, muss man die Grafikdetails weiter reduzieren.

Stand: 28.08.2016

Bereich Komponente Name Preis
Hauptkomponenten CPU Intel Core i5-6600, 4x 3.30GHz, boxed 215 €
CPU-Kühler Cooler Master Hyper TX3i 20 €
Mainboard ASRock B150M Pro4S 69 €
Grafikkarte Powercolor RX 470 Red Devil 4GB 219 €
RAM Crucial 8GB DDR4-2133 CL15 35 €
Aufbau/Versorgung Gehäuse Antec GX500 43 €
Netzteil be quiet! Pure Power 9 500W 68 €
Laufwerke SSD Samsung 750 Evo 250GB 66 €
HDD Seagate Desktop HDD 1TB 46 €
opt. Laufwerk LG Electronics GH24NS 11 €
~ Summe     795 

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CPU: Die Entscheidung für den richtigen Prozessor wird oft überschätzt, stellt doch die Grafikkarte aktuell bei fast allen Spielen den Flaschenhals dar. Nichtsdestotrotz ist die CPU wohl die zweitwichtigste Komponente im System und macht einen großen Teil der Leistungsaufnahme eines Systems aus. Die Entscheidung zwischen AMD und Intel ist leider recht leicht getan, da AMD den Desktopbereich aktuell etwas außer Acht lässt und selbst die stärksten AMD-CPUs durch Intels Mittelklasse in die Schranken verwiesen werden. Wenn man bei Intel aktuell eine CPU kaufen will, erhält man das beste Preisleistungsverhältnis bei den i5 CPUs. Der Unterschied zwischen den Desktop i5 ist vergleichsweise gering, aber der Intel Core i5-6600 hat das beste Verhältnis von Taktrate zu Preis. Mit 4-Kernen, welche gleichzeitig auf bis zu 3,6 GHz hochfahren, bietet er für zukünftige Spiele ausreichend Leistung und verbraucht dabei auch äußerst wenig Strom. Übertakten kann man den Intel Core i5 leider nicht, dieses Feature wurde ausschließlich auf die K-Serie beschränkt. Weiter tragisch ist das jedoch nicht, da durch die Übertaktung kein Leistungsgewinn in der Höhe erreicht werden kann, so dass der Aufpreis gerechtfertigt wäre.

Achtung: Aufgrund der generell hohen Preislage bei Intel i5 CPUs kann alternativ auch ein gebrauchter/neuer Intel i5 der Vorgängerreihen mit passendem Mainboard gekauft werden. Dadurch hat man zwar meist weniger Anschlüsse zur Verfügung (z.B. USB, SATA), spart aber eine Menge Geld und verliert kaum an Leistung. Besonders Sandybridge-CPUs und Mainboards gibt es äußerst günstig zu kaufen.

CPU-Kühler: Der Boxed-Kühler von Intel kann in einem gut belüfteten Gehäuse durchaus überzeugen. Unter Volllast kommt er jedoch an seine Grenze, was sich in einer wahrnehmbaren Lautstärke äußert. Um auch bei höheren Belastungen den Geräuschpegel gering zu halten, empfiehlt sich ein einfacher Tower-Kühler als Zusatzkauf. Der Cooler Master Hyper TX3i ist dabei eine gute Wahl, da er bei einem sehr guten Preis ebenso eine gute Kühlleistung bietet. Des Weiteren geht der Einbau dieses Kühlers sehr einfach von der Hand, was ihn von vielen anderen Modellen unterscheidet.

Mainboard: Im Gegensatz zu vielen anderen Komponenten ist die Wahl des richtigen Mainboards für Gamer vergleichsweise einfach. Wichtig sind nicht etwa eine Unmenge an Zusatz-Features und SLI/Crossfire-Kompatibilität, sondern Stabilität, Leistung und vor allem ein guter Preis. Auch der Overclocking-Bedarf (bei Verwendung einer Non-K-CPU) hält sich stark in Grenzen. Man kann für ein Mainboard gut und gerne 250 € bezahlen, jedoch geht der daraus erhaltene Mehrwert für einen Gamer meist gegen Null. Das ASRock B150M Pro4S ist mit eines der günstigsten Skylake-Mainboards auf dem Markt, jedoch leidet die Leistung keineswegs unter dem Preis. Es bietet alle grundlegenden Features, hat ein aufgeräumtes und durchdachtes Layout, SATA III, 7.1 Onboard-Sound und genügend in- und externe USB 3.0-Anschlüsse. Alles in allem ist das ASRock eine gute Wahl für einen soliden Gamer-PC.

Grafikkarte: Neben den Modellen der älteren Generation gibt es aktuell nur eine neue Grafikkarte, welche sich der Mittelklasse zuordnen lässt – die AMD RX 470. NVIDIA hat im Moment keine Konkurrenz im Angebot, eine GTX 1050 fehlt noch. Bis dahin bleibt die RX 470 konkurrenzlos. Sie ist den Vorgängern der R9 300 Serie leistungstechnisch deutlich überlegen und auch die GTX 960 kann sie hinter sich lassen. Die 8 GB Variante kann sich sogar mit der Oberklasse (GTX 1060, RX 480) messen lassen, ist aber auch dementsprechend ca. 40 € teurer als die 4 GB Variante. Die 4 GB Version hat aktuell das beste Preisleistungsverhältnis, weswegen sie auch im Selbstbau-PC verbaut wird. Wer jedoch beim VRAM keine Kompromisse eingehen will, kann auch zur 8 GB Version greifen.

RAM: Die Auswahl des richtigen Arbeitsspeichers wird durch die äußeren Bedingungen stark vereinfacht. Das vorgeschlagene Mainboard unterstützt nur DDR4, dementsprechend kommt dieser zum Einsatz. Bei der Menge gibt es das beste Preisleistungsverhältnis aktuell bei 8 GB. 16 GB bringen momentan nur in einer handvoll Spielen Vorteile, weswegen sich der Aufpreis nicht lohnt. Bei der Taktrate gibt es weder bei Preis noch Leistung große Unterschiede, 2133 MHz ist z.B. eine gute Wahl. Das Crucial Kit 8 GB DDR4-2133 CL15 erfüllt alle unseren gestellten Anforderungen und ist vergleichsweise günstig, was ihm eine Empfehlung verschafft.

Gehäuse: Aktueller Favorit unter den ATX-Gehäusen für den Selbstbau-PC ist das Antec GX500 (Test 1, 2). Das Antec bietet drei vorinstallierte Lüfter, eine 2-Kanal-Lüftersteuerung, Staubfilter an allen wichtigen Lufteingängen, ausreichend Platz und eine fehlerfreie Verarbeitung für knapp 40 €. Das Preisleistungsverhältnis ist hier einfach unschlagbar. Gleichwertige Gehäuse bekommt man sonst nur für 60 € aufwärts.

Wer Alternativen zum GX500 sucht, muss auf jeden Fall etwas tiefer in die Tasche greifen. Attraktive Gehäuse, die aber ebenfalls ihr Geld wert sind, gibt es unter anderem von Fractal Design mit dem Core 2500, von Corsair mit dem Carbide 200R oder von Cooltek mit dem Antiphon Airflow (schallgedämmt).

Netzteil: Was die Auswahl des Netzteils betrifft, tun sich viele schwer damit, vor allem die richtige Leistungsklasse zu wählen. Für den Jibo’s Hardware Selbstbau-PC reicht ein 450- bzw. 500-W-Netzteil vollkommen aus („Wie viel Netzteil braucht der Mensch wirklich?“). Wenn man sich hingegen ein überdimensioniertes Netzteil kauft (z.B. 1000 W), verbraucht es etwas mehr Strom als ein gut bemessenes Netzteil (z.B. 450 W), da bei zu niedriger Auslastung kein guter Wirkungsgrad erreicht wird. Die meisten Netzteile arbeiten am besten bei 80% Auslastung. Aus diesem Grund kauft man im Normalfall ein Netzteil, welches dem maximalen Verbrauch des PCs standhält, dabei aber keine übergroßen Reserven besitzt.

Das be quiet! Pure Power 9 500W bietet ein Effizienz-Zertifikat 80 Plus Silber und eine tadellose Ausstattung. Selbst ein modulares Kabelmanagement ist vorhanden (eine Variante ohne Kabelmanagement gibt es leider nicht). Die Lautstärke ist im Grunde unhörbar und somit erhält man für unter 70€ ein nahezu perfektes Netzteil (Test)!

SSD: Preislich ist eine 240 – 256 GB SSD in unserem Selbstbau-PC eine vernünftige Wahl. Damit steht genug Platz zur Verfügung um das Betriebssystem, wichtige Programme und einige Spiele auf dem schnellen und lautlosen Laufwerk zu installieren. In dem genannten Größenbereich gibt es vor allem von Crucial, Samsung und SanDisk eine Vielzahl an attraktiven SSDs. Eine Empfehlung wäre dabei die Samsung 750 Evo 250 GB, welche vor allem beim Preis punktet. Leistungstechnisch unterscheiden sich die SSDs im Einsteigerbereich kaum.

HDD: Die Festplatte ist nicht unbedingt die spannendste Komponente in einem System, aber wenn nur eine 240 GB SSD verbaut wird, ist eine HDD für das Speichern von Daten unabdingbar. Als guter Kompromiss aus Preis und Leistung hat sich die Seagate Desktop HDD 1TB herausgestellt, die selbst nach einigen Jahren auf dem Markt immer noch eine performante Lösung darstellt. Falls man nach Alternativen sucht, findet man hilfreiche Bestenlisten zum Thema u.a. bei Chip oder Tomshardware.

Optisches Laufwerk: Bei der Auswahl des richtigen optischen Laufwerks kann man nicht wirklich viel falsch machen. Das Angebot ist vergleichsweise gering und die einzigen Entscheidungen die man treffen muss, befassen sich mit der Wahl der Farbe und ob man einen BluRay-Brenner oder DVD-Brenner vorzieht. Ein tauglicher DVD-Brenner ist z.B. der LG Electronics GH24NS. Leise, schnell, billig und lässt sich auch in schwarzer Farbe bestellen.

Zubehör: Der Einkaufsliste bei Geizhals.at/de wurde noch ein SATA-Kabel hinzugefügt, da dem Mainboard im Normalfall nur zwei Kabel beiliegen, jedoch drei Laufwerke (DVD, HDD, SSD) anzuschließen sind.

57 Gedanken zu “— Selbstbau-PC —

  1. Hey super Erklärung,
    die Zusammenstellung ist nicht schlecht, ich würde andere Hardware Komponenten verbauen. Aber da sind die Ansprüche und Prioritäten bei jedem anders. Und ganz klar sind die Kosten auch wichtig, was sagt der Geldbeutel. Ist man eher ein Gamer oder macht überwiegend Office Anwendungen.

    Bei Gebrauchter Hardware bin ich vorsichtig, bin eher ein Neukäufer. Klar kann man auch bei gebrauchter Hardware Geld sparen, wie sieht es aber mit der Garantie aus.

    Vielen Dank für die Erlkaärung zum Selbstbau

    Gruß Chris

    • Hallo Chris,

      freut mich, dass dir der Blog gefällt. Gebrauchtkauf ist immer ein Diskussionsthema, aber CPUs sind aktuell so teuer, dass man zumindest darüber nachdenken sollte.

      Grüße, Jibo

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