Man kann nie genug Lüfter haben

Genau unter diesem Motto stand das letzte Update an meinem eigenen Rechner, welches vor kurzem stattgefunden hat. Ich hatte das Update bereits vor einer Weile angekündigt, jedoch fehlte mir bisher noch die Zeit für den Einbau. Doch jetzt war es endlich so weit dem Sommer und seinen (normalerweise) hohen Temperaturen entgegen zu treten und etwas frische Luft in das Gehäuse zu bringen.

Die Ausgangssituation war dabei wie folgt. In meinem Xigmatek Midgard (erste Version) waren mittlerweile vier 120mm-Lüfter und der Intel-Boxed-Kühler installiert. Zwei der 120mm waren bereits beim Gehäuse verbaut und mit genau diesen war ich etwas unzufrieden, da sie doch recht deutlich hörbare Nebengeräusche verursachten. Vor allem der vordere Lüfter (mittleres Bild) erzeugte mit dem dahinter liegenden Festplattenkäfig zusammen eine unangenehme Geräuschatmosphäre. Auch die Lüftersteuerung half da nicht viel, da die Störgeräusche erst kurz vorm Stillstand des Lüfters weniger wurden.

Um das ganze System etwas leiser und vor allem auch kühler zu gestalten, musste also erstmal etwas neue Hardware her. Für das Gehäuse wurden vier 140mm Scythe Slip Stream mit 800 rpm gekauft, welche dank ihrer Größe selbst bei der vergleichsweise geringen Geschwindkeit noch einen sehr guten Luftdurchsatz leisten. Beim CPU-Kühler fiel die Wahl auf den Thermalright Macho HR-02 in der Special Edition. Diese Variante des HR-02 hat einen doppelt-gelagerten 140mm-Lüfter welcher den ohnehin schon sehr guten Kühler noch ein kleines Stück besser macht. Ganz davon abgesehen ist die SE auf 1000 Stück limitert, ein bißchen Sammlerwert besitzt sie also auch.

Der Einbau der Scythe Slip Stream ging vergleichsweise flott von der Hand und nach kurzer Zeit befanden sich in der Front, im Boden und im Deckel vier neue 140mm-Lüfter. Der 120mm-Lüfter von Xilence blieb auch noch erhalten, da an der Hinterseite des Gehäuses kein größer Lüfter installiert werden kann.

Das eigentliche Schwierige war dann die Installation des HR-02, welche bereits im Internet einen gewissen Kultstatus erreicht hat. Denn das unschlagbare Preisleistungsverhältnis des Thermalright Kühlers bezahlt man mit einem gewissen handwerklichen Aufwand, welcher durch die riesigen Ausmaße des Kühlers verursacht wird. Es dauert einerseits eine Weile, bis man den Kühlkörper endlich auf der CPU fest montiert hat. Andererseits fällt es einem danach teilweise schwer, die darunter liegende Kabel zu erreichen. Jedoch lohnt sich der Aufwand und der Anblick des neuen Kühlsystems ist schon etwas imposant.

Nach dem ersten Anschalten kam dann auch direkt die Ernüchterung. Trotz neuer Lüfter war die Lautstärke nicht besser geworden, was jedoch nicht direkt an den Lüftern lag, sondern mehr am hohen Luftstrom welcher an einigen Stellen im Gehäuse auf zu viel Widerstand stieß. Vor allem der Festplattenkäfig verursachte wieder fleißig aerodynamische Turbulenzen. Die ganze Problematik konnte jedoch relativ leicht gelöst werden, in dem einfach die betroffenen Lüfter mittels 7Volt-Mod runtergeregelt wurden. Nach dem Feintuning sah die Welt bereits ganz anders aus und von dem System war nichts mehr zu hören. In dem nachfolgenden Bild ist nochmals das gesamte Kühlschema aufgezeigt.

Abgesehen von der akustischen Verbesserung war natürlich auch interessant, wie sich die Temperaturen verändert haben.

Vorher CPU GPU
Desktop 30 °C 32 °C
Battlefield 3 58 °C 68 °C
Nacher CPU GPU
Desktop 27 °C 32 °C
Battlefield 3 43 °C 64 °C

Die Veränderungen bei der GPU (HD 6950 Powercolor 1GB) sind mit 4°C unter Last zwar vergleichsweise gering, jedoch hat sich an der Kühlung der Grafikkarte im Grunde wenig getan. Letztendlich wurde hier die Kühlleistung nur über das Gehäuse verbessert, mit Erfolg. Bei der CPU (Intel Sandy-Bridge i5 2300) sieht man jedoch deutlicher, dass ein neues Kühlsystem installiert wurde. 15°C weniger unter Last und im Ruhezustand fast Zimmertemperatur, das sind schon recht eindeutige Werte. Der Thermalright Macho HR-02 beweist deutlich, dass ein guter Luftkühler heutzutage mehr als ausreichend ist.

Das hinter so einer performanten Kühlung auch eine Menge Übertaktungspotenzial steckt, kann man sich mit Sicherheit denken. Mehr dazu gibt es im nächsten Artikel in welchem auch auf meinen Grafikkarten-Mod etwas genauer eingangen wird.

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