Intel Haswell und GTX 770

Wie versprochen hat Intel am 01. Juni seine neuen Chips des Intel Haswell Typs auf den Markt gebracht (Test 1 und 2). Die neuen CPUs der 4000er Reihe bauen auf der gleichen Strukturbreite wie schon die Ivy-Bridge Prozessoren auf (22 nm), besitzen jedoch eine verbesserte Architektur. Außerdem wurde die interne Grafik etwas aufgebessert, was jedoch den Normalanwender im Desktopbereich recht wenig interessiert.

Insgesamt ist das erste Bild der neuen Prozessorreihe etwas durchwachsen. Zwar sind die bisher getesten Prozessoren in Spielen etwas schneller als ihre Vorgänger, jedoch ist dieser Vorsprung vor allem auf die Oberklassenmodelle wie Intel i7 4770K oder i5 4670K beschränkt. Der von Hardware.info getestete i5 4430 hingegen, welcher für Spieler sehr interessant ist, wird von seinem Vorgänger (i5 3450) in vielen Benchmarks geschlagen. Diese Niederlage ist vor allem auf die Beschneidung des Turbos zurückzuführen, welche beim i5 4430 besonders stark auffällt. Für Spieler wird deswegen primär der i5 4570 interessant, welcher einen „normalen“ Turbo besitzt, dafür aber auch wieder mehr kostet. Ein weiteres Manko was noch dazu kommt ist die höhere Abwärme, welche die Haswells erzeugen. Höhere Abwärme, das bedeutet einen größeren Kühlaufwand und damit eine höhere Lautstärke durch den CPU-Lüfter.

Alles in allem sollte man momentan mit dem Kauf eines neuen PCs auf Haswell-Basis noch warten. Immerhin sind auch noch nicht alle Modelle veröffentlicht und getestet, vielleicht kommt ja noch ein gutes Preisleistungsmodell? Darüber hinaus sind die Preise aktuell noch zu hoch: Für eine Mittelklasse-Kombi bezahlt man momentan bei Ivy-Bridge 235 € (i5 3470 + Z77), während man bei Haswell bereits 270 € (i5 4570 + Z87) bezahlen muss und wahrscheinlich noch einen neuen CPU-Kühler braucht.

Das Grafikkartensegment wurde Ende Mai auch noch durch eine neue GPU ergänzt, die GTX 770 von NVIDIA (Test 1 und 2). Die GTX 770 basiert auf dem gleichen Chip wie die GTX 680 (GK104), ist jedoch an vielen wichtigen Punkten überarbeitet worden. Was daraus resultiert ist eine Grafikkarte, welche auf einem Niveau mit der HD 7970 GHz liegt, jedoch weniger Strom verbraucht und leiser ist. Und als ob das nicht schon beeindruckend genug wäre, ist die GTX 770 mit knapp 350 € auch noch vergleichsweise billig. Zwar sind 350 € immer noch viel Geld, jedoch ist das Preisleistungsverhältnis auf Grund der enormen Leistung nicht von schlechten Eltern. Für eine Empfehlung im Selbstbau-PC reicht es dennoch nicht, dafür ist der Preis noch zu hoch. Nichtsdestotrotz werden jetzt die GTX 760 und GTX 760 Ti mit noch mehr Spannung erwartet. Diese sollen nämlich ebenfalls auf dem GK104 basieren und werden vermutlich in einem erschwinglichen Preisbereich liegen. AMD kann sich warm anziehen!

GTX 700

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