Aktualisierung

In der letzten Woche gab es im Hardware-Bereich keine größeren Neuigkeiten. Die vor kurzem veröffentlichten Coffee Lake CPUs von Intel sind im Grunde nicht verfügbar. Dieser Zustand wird sich vermutlich erst im November ändern. Sobald die Verfügbarkeit einen normalen Zustand erreicht hat, werden der i3 8100 und der i5 8400 in die Jibo’s Hardware Empfehlungen aufgenommen. Beide Prozessoren sind in Ihrem Preisbereich aktuell unschlagbar.

Darüber hinaus soll am 26.10.2017 die GTX 1070 TI veröffentlicht werden. Preislich wird diese Grafikkarte, ähnlich der GTX 1070 und GTX 1080, für die meisten Spieler unerreichbar sein. Man kann jedoch hoffen, dass sich der Grafikkartenmarkt durch die Neuerscheinung weiter entspannt und die Preise näher an das Vor-Mining-Niveau rücken.

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Intel Coffee Lake ist da

Heute ist die NDA für Intels neue Coffee Lake CPUs gefallen und erste Tests zeigen ein beeindruckendes Bild. Vor allem in Spielen sind Intels neue CPUs denen von AMD in allen Punkten überlegen. Bei Coffee Lake wurden jeder CPU-Kategorie mehr Takt und mehr Kerne spendiert, weswegen i3 jetzt 4 Kerne, i5 6 Kerne und i7 6 Kerne und 12 Threads besitzen. Intel hat gleichzeitig die Preise der alten Kategorien beibehalten, wovon das Preisleistungsverhältnis stark profitiert.

Vor allem der i3 8100 und der i5 8400 machen in Spielen ordentlich Druck auf die Konkurrenz. Für 120 € bringt der i3 die Leistung eines i5 7500 und ist auch vom Ryzen 5 1600 nicht allzu weit entfernt. Der i5 8400 übertrifft in Spielen sogar sämtliche früheren Intel und alle aktuellen AMD-CPUs. Der „kleine“ 6-Kerner kostet nur 180 € und verbraucht auch nicht sonderlich viel Strom, alles in allem die perfekte CPU für Spieler und der Todesstoß für alle aktuellen AMD-CPUs.

Zwei Dinge könnten jedoch dem Erfolg von Coffee Lake zumindest anfangs im Weg stehen. Einerseits ist die allgemeine Verfügbarkeit der CPUs wohl erst im November gegeben, andererseits gibt es aktuell als einzigen unterstützten Mainboard-Chipsatz den Z370 zu kaufen. Der Z370 ist verhältnismäßig teuer und im Grunde auch nur ein Refresh des Z270, zwei Punkte, welche den eigentlich guten Eindruck von Coffee Lake etwas trüben.

Auswirkungen der Mining-Krise

Quelle: Geizhals.de (24.09.2017)

GPU2Die Preissteigerung bei Spieler-Grafikkarten durch das gesteigerte Interesse am Mining von Kryptowährungen hält weiterhin an. Die Preise sind zwar mittlerweile etwas gesunken und die meisten Grafikkarten sind auch wieder erhältlich, das Preisniveau ist aber immer noch deutlich höher als zu Beginn der Krise. Exemplarisch zeigt dies die Abbildung an den bei Spielern beliebten Grafikkarten RX 580, GTX 1060 und GTX 1070. Die RX 580, welche bei der Leistung mit der GTX 1060 konkurriert, ist durch die Mining-Krise preislich völlig abgeschlagen. Aber selbst GTX 1060 und GTX 1070, welche zum Mining weniger gut geeignet sind, sind durch die insgesamt erhöhte Nachfrage nach GPUs im Preis gestiegen. Ein anderer, nicht weniger trauriger Effekt der Mining-Krise, zeigt sich bei der neuen RX-Vega-Reihe von AMD: Die Grafikkarten sind zwar verfügbar, aber nur im Referenzdesign und zu überhöhten Preisen. Beides Dinge, welche im Gaming-Bereich nicht tragbar sind, aber beim Mining nicht wirklich stören.

Neue Intel CPUs im Oktober

Im Oktober bringt Intel mit Coffee Lake die nächste Iteration der Desktop-CPUs auf den Markt. Dank dem Konkurrenzdruck von AMD hat auch Intel einige Neuigkeiten parat. Die i3 CPUs haben jetzt 4 Kerne, während i5 und i7 mit jeweilis 6 Kernen starten. Hyper-Threading gibt es jedoch nur noch auf den i7. In der Summe sind die Coffee Lake CPUs sogar günstiger als die Vorgängerserie, da die Preise für die jeweilige Stufe beibehalten wurden. Ein i3-8350K ist im Grunde der Nachfolger des i5-7600K, kostet aber vermutlich 50 € weniger.

Auf der negativen Seite ist jedoch anzumerken, dass die neuen Coffee Lake Prozessoren zwar auf den Sockel 1151 setzen werden wie die beiden Generationen davor, jedoch nicht von den alten Mainboards unterstützt werden. Intel hat sich dafür extra den „neuen“ Mainboard-Chipsatz Z370 ausgedacht, welcher nur ein umbenannter Z270 ist. Die beiden Chipsätze sind identisch, bis auf den Unterschied, dass nur der Z370 mit Coffee Lake zusammen funktioniert. Dieses Verhalten ist relativ unverständlich und sollte viele Kunden verprellen, welche über ein Upgrade nachgedacht haben. Die wirklich neuen 300er Chipsätze mit zusätzlichen Funktionen sollen erst Anfang 2018 folgen. Vor allem für Nicht-Übertakter wird Coffee Lake erst dann interessant, wenn auch günstige H370 Mainboards auf dem Markt sind.

Aktualisierung

Trotz der Veröffentlichung der AMD Vega RX 64 war der August bisher recht unspektakulär. Weder hat die Karte die Benchmark-Listen aufgewühlt, noch hat sie die Preise positiv auf dem Markt beeinflusst. Im September wird nun auch die RX 56 erwartet, welche generell aufgrund einer besseren Effizienz und einem guten Preisleistungsverhältnis mehr bewegen könnte. Jedoch hängt, wie so oft in diesem Jahr, alles von der Verfügbarkeit ab. Wenn die Karte wieder primär an Krypto-Miner verkauft wird, sieht es für Gamer vermutlich bis Jahresende düster aus.

AMD RX Vega 64 + 56

GPU2Am Montag fiel die NDA für die Tests von AMDs RX Vega 64 und 56 (Computerbase, HardwareLuxx, PCGamesHardware). Das Fazit fällt in allen Zeitschriften gemischt aus. In Puncto Leistung können RX Vega 64 und 56 zwar zu GTX 1080 und 1070 aufschließen, brauchen dafür aber auch deutlich mehr Energie und das obwohl die beiden NVIDIA Karten schon über ein Jahr alt sind. Die RX Vega 56 ist aber trotzdem vergleichsweise effizient und könnte zum Preisleistungssieger im Rennen mit der GTX 1070 werden.

Problematisch ist jedoch, dass auch die RX Vega Karten gut zum Mining von Kryptowährungen geeignet sind. Das führte jetzt unter anderem dazu, dass es die RX Vega 64 im unzumutbaren Referenzdesign für nicht weniger als 650 € zu kaufen gibt. Die gleich-schnelle und effizientere GTX 1080 gibt es bereits für 500 €. Wann die Verfügbarkeit der neuen Grafikkarten gut genug ist, dass die Preise etwas fallen, steht in den Sternen. Die nächsten Monate wird RX Vega aber vermutlich so unattraktiv sein, wie es alle AMD Karten aktuell aufgrund der Mining-Problematik sind.

Aktualisierung

Diese Woche ist nicht viel passiert, dafür erwartet uns direkt morgen die Veröffentlichung der neuen Radeon RX Vega Grafikkarten. Es kann gehofft werden, dass auch fernab der Testergebnisse die neuen Karten etwas dazu beitragen, dass sich der Markt wieder etwas beruhigt. Aktuell fallen die Preise zwar weiterhin, aber die meisten für Gamer interessanten Grafikkarten sind immer noch auf einem Preisniveau deutlich über der UVP.