Selbstbau-PC (HighEnd)

Der hier vorgestellte HighEnd-PC ist auf maximale Spieleleistung hin optimiert, bietet aber gleichzeitig auch eine sehr geringe Lautstärke und einen überschaubaren Strombedarf. Darüber hinaus wurden die Komponenten nicht sinnfrei nach dem Prinzip „höher, schneller, weiter“ zusammengestellt, sondern es wurde nur Hardware verbaut, bei welcher der Aufpreis auch durch die gebotene Leistung gerechtfertigt ist.

Mit dem HighEnd-PC können aktuelle Spiele (z.B. The Witcher 3, GTA V, Battlefield 1) in den Auflösungen 1920×1080  (FullHD) und 2560×1440 (WQHD) mit maximalen Details gespielt werden. Viele aktuelle Spiele laufen auch noch in 4K flüssig.

Stand 16.07.2018

Bereich Komponente Name Preis
Hauptkomponenten CPU Intel i5 8400 6×2,80 GHz boxed 173 €
CPU-Kühler EKL Alpenföhn Ben Nevis 22 €
Mainboard ASRock B360M Pro4 81 €
Grafikkarte Gigabyte GTX 1070 TI 8GB 459 €
RAM Crucial 16GB DDR4-2666 164 €
Aufbau/Versorgung Gehäuse be quiet! Pure Base 600 65 €
Netzteil be quiet! Pure Power 10-CM 500W 66 €
Laufwerke SSD Crucial MX500 500 GB 94 €
HDD Seagate BarraCuda 3TB 80 €
Summe 1205 €

Direktlink zur Einkaufsliste beim Vergleichsportal Geizhals.at/de.

CPU: Wenn man etwas Besseres als eine solide 4-Kern-CPU sucht, gibt es sowohl von Intel (i5 8400) als auch von AMD (Ryzen 5 2600) Alternativen im Bereich zwischen 150 und 200 € mit jeweils 6-Kernen. Die AMD-CPU kann dank Hyper-Threading in Anwendungen punkten, während die Intel-CPU mit ihrem hohen Turbotakt in Spielen gut 10 % schneller ist (Vergleich). Da der Intel i5 8400 aktuell auch ein gutes Stück günstiger ist, erhält er die Empfehlung für den HighEnd-Gaming-PC. Grundsätzlich könnte man für die CPU auch noch mehr Geld ausgeben, jedoch hält sich der Nutzen stark in Grenzen. Sowohl mehr Kerne (z.B. AMD Ryzen 7 2700) oder mehr Takt und Hyperthreading (z.B. i7 8700K) bringen in Spielen nur einen marginalen Vorteil.

CPU-Kühler: Der Boxed-Kühler von Intel kann in einem gut belüfteten Gehäuse durchaus überzeugen. Unter Volllast kommt er jedoch an seine Grenzen, was sich in einer wahrnehmbaren Lautstärke äußert. Um auch bei höheren Belastungen den Geräuschpegel gering zu halten, empfiehlt sich ein einfacher Tower-Kühler als Zusatzkauf. Der EKL Alpenföhn Ben Nevis ist dabei unsere erste Wahl, da er bei einem sehr guten Preis ebenso eine gute Kühlleistung bietet (Test 1, 2). Der Kühler hat einen leisen 120-mm-Lüfter, ist leicht zu installieren und kann sowohl für Intel- als auch für AMD-CPUs genutzt werden. Dadurch kann der Kühler auch weiterverwendet werden, wenn das System später umgerüstet wird.

Mainboard: Für die Coffee-Lake Prozessoren von Intel gibt es aktuell vier verschiedene Mainboardchipsätze in verschiedenen Preisklassen: Z370, H370, B360 und H310. Die Z370-Variante braucht man nur zum Übertakten, was jedoch generell nicht nötig ist und mit einem i5 8400 auch nicht geht. Die H370 und B360 Varianten bieten alle nötigen Anschlüsse, die B360-Boards sind jedoch ein Stück günstiger. Aus diesem Grund wird auch hier das ASRock B360M Pro4 empfohlen. Das ASRock bietet neben USB 3.1 einen vernünftigen Onboardsound und auch ein LAN-Chip von Intel ist auf dem Board vorhanden. Viel mehr braucht ein Spieler nicht, wenn auf RGB-Beleuchtung & Co. verzichten kann.

Grafikkarte: Im gehobenen Grafikkartenbereich gibt es für Spieler aktuell drei interessante Karten, AMDs RX Vega 56, NVIDIAs GTX 1070 und die GTX 1070 Ti. Alle drei GPUs sind für Spieler grundsätzlich zu empfehlen, jedoch ist die RX Vega 56 aktuell noch zu teuer. GTX 1070 und 1070 Ti gibt es hingegen zu halbwegs vernünftigen Preisen. Aktuell ist die 1070 Ti sogar kaum teurer als die 1070, wobei sie ca. 15 % schneller ist. Aus diesem Grund empfiehlt sich die GTX 1070 Ti für alle Spieler, welche oberhalb der FullHD Auflösung noch volle Details darstellen wollen.

RAM: Wenn man aktuell einen PC zusammenbaut und noch ein wenig Geld übrig hat, kann man anstatt 8 GB auch 16 GB RAM kaufen. Der Leistungsunterschied ist aktuell marginal, jedoch kommen immer mehr Spiele auf den Markt, welche 16 GB RAM für maximale Details empfehlen. Ein gutes Preisleistungsverhältnis hat z.B. das hier empfohlene DDR4-2666 Kit von Crucial.

Gehäuse: Beim Gehäuse sind theoretisch nach oben keine Grenzen gesetzt und es hängt bei diesem Stück Hardware auch viel vom Geschmack ab. An dieser Stelle kann jeder nach Bedarf also auch mehr ausgeben. All jenen, denen es primär um das Preisleistungsverhältnis geht, kann das schallgedämmte be quiet! Pure Base 600 empfohlen werden. Das Pure Base bietet zwei vorinstallierte Lüfter, eine Lüftersteuerung, Staubfilter an allen wichtigen Lufteingängen und ausreichend Platz für unter 70 €. Das Preisleistungsverhältnis ist für ein schallgedämmtes Gehäuse auffallend gut.

Netzteil: Bei der Auswahl des Netzteils ist die Wahl der Leistungsklasse ein entscheidender Punkt. Für einen Gaming-PC mit einer aktuellen HighEnd-Grafikkarte reicht ein 500-W-Netzteil im Normalfall aus („So viel Leistung muss es sein„). Ein überdimensioniertes Netzteil ist in vielerlei Hinsicht schädlich: einerseits ist es teurer, andererseits arbeitet es auch ineffizienter, da es nicht im optimalen Lastbereich agiert. Die meisten Netzteile arbeiten am besten bei 80% Auslastung. Aus diesem Grund kauft man im Normalfall ein Netzteil, welches dem maximalen Verbrauch des PCs standhält, dabei aber keine übergroßen Reserven besitzt. Reserven „für die Zukunft“ muss man beim Netzteilkauf auch nicht einplanen, da seit Längerem sowohl CPUs als auch GPUs immer stromsparender werden.

Das hier empfohlene be quiet! Pure Power 10-CM 500W bietet ein Effizienz-Zertifikat 80 Plus Silber und eine tadellose Ausstattung. Selbst ein modulares Kabelmanagement ist vorhanden. Die Lautstärke ist im Grunde unhörbar und somit erhält man für knapp 70 € ein nahezu perfektes Netzteil (Test)! Eine Alternative wäre das Corsair Vengeance 550M.

SSD: Wem die rund 250 GB aus dem Mittelklasse-PC noch nicht genug sind, dem kann geholfen werden. Von Crucial, Samsung, Plextor und SanDisk gibt es die jeweiligen SSDs auch im 500-GB-Bereich. Durch die größere Kapazität ergibt sich meist auch ein ordentlicher Leistungszuwachs. Wenn man also am liebsten alle seine Spiele/Programme auf der SSD unterbringen will, ist man mit der größeren Variante gut bedient. Die Crucial MX 500 500 GB bietet in diesem Bereich gerade die meiste Leistung für’s Geld.

HDD: Wenn man sich eine Festplatte mit hohem Datenvolumen anschaffen will, gibt es eine Menge gleichwertige Alternativen. Eine sehr gute Wahl ist dabei die Seagate BarraCuda 3 TB, welche eine sehr gute Geschwindigkeit mit einem vernünftigen Preis kombiniert. Wenn man noch mehr Speicherplatz benötigt oder einen anderen Hersteller bevorzugt, hilft die Bestenliste bei Chip.

Advertisements

26 Gedanken zu „Selbstbau-PC (HighEnd)

  1. Hallo,

    Kann man statt dem i5 auch problemlos den i7 8700k draufsetzen? Meine spiele sind sehr CPU lastig deswegen brauche ich dort ne höhere basistaktung bzw die 6 virtuellen kerne dazu.

    Habe das System oben nur mit nem 450 watt netzteil und ner asus 1050 ti strix oc.

    Die SSD UND HDD will ich erstmal so drin lassen.

    Was meinst du?

    Lg

    • Hallo Jann,

      du kannst auch einen i7 8700K verbauen, 450 Watt reichen dafür auch aus. Viel schneller ist der aber auch nicht im Vergleich zum i5 8400, im Schnitt sind es nur 13 %. Wenn du aber unbedingt einen i7 willst, würde ich dir den i7 8700 (ohne K) empfehlen. Der i7 8700K macht erst so richtig Sinn wenn man auch Übertakten will, und dafür müsste man dann doch deutlich mehr bei Mainboard, Netzteil und Kühler investieren.

      Viele Grüße
      Jibo

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s